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von Stephan Onnen (NWZ-Redakteur)

Mit Herzblut Karriere machen

Großer Andrang beim Auftakt der Rotary-Informationstage: Mehr als 100 Jugendliche und Eltern besuchten die Auftaktveranstaltung am 8. Februar im NWZ-Medienhaus. Bis zum 19. Februar folgen 20 weitere Termine.

IHK-Geschäftsführer Thomas Hildebrandt ging direkt auf eine der Teilnehmerinnen im voll besetzten Sitzungssaal des NWZ-Medienhauses zu: „Wie schätzt Du Dich selber ein?“, wollte er wissen. „Kreativ“, lautete die Antwort der Oberstufenstufenschülerin, die am Montagabend zu den mehr als 100 Gästen der Auftaktveranstaltung der Rotarier-Berufsinformationstage zählte. Thomas Becke, Leiter Personal und Recht bei der NWZ, begrüßte die Jugendlichen, die zum Teil von ihren Eltern begleitet wurden.

Sich selber Fragen wie „Was kann ich?“ und „Was möchte ich leisten?“ zu stellen, sei eine der Voraussetzungen, um sich über Karrierewege klar zu werden, betonte IHK-Geschäftsführer Hildebrandt. Es gibt bundesweit 348 Ausbildungsberufe und 17 000 Studiengänge – 103 Referenten aus der Praxis wollen bis zum 19. Februar in rund 20 Veranstaltungen auf Initiative der Rotarier in Oldenburg für Orientierung sorgen. Hildebrandt hob die Vorzüge der dualen Ausbildung hervor, für die sich 20 Prozent der Abiturienten nach der Reifeprüfung entscheiden: „Das ist ein gutes Sprungbrett für die berufliche Karriere.“

Prof. Dr. Lutz Stührenberg, Studienleiter an IBS Oldenburg, machte den Oberstufenschülern Mut: „Wenn Sie mit Herzblut und Spaß dabei sind, werden sich für Sie Karrierewege auftun.“ Er riet den Teilnehmern, etwas auszuprobieren und auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen. Auch ein „Findungsjahr“ sei völlig okay: „Das kann sehr hilfreich sein, um in der Persönlichkeit zu reifen.“ Wer sich dafür entscheide, ein duales Studium zu beginnen, habe den Vorteil direkt in ein Unternehmen „hineinsozialisiert“ zu werden. Dieser Bildungsweg biete sehr gute Perspektiven. Stührenberg mahnte, sich nicht zu viel Zeit zu lassen: „Bei Unternehmen muss man sich ein Jahr im Voraus um diese Plätze bewerben.“

Die Unterschiede beim Studieren an einer Uni und an einer Fachhochschule machten Prof. Dr. Rudolf Schröder (Institut für ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg) und Eike Betten (Jade Hochschule) deutlich. Während Fächer in Geisteswissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Rechtswissenschaften und Medizin den Unis vorbehalten sind, gibt es an Fachhochschulen eine größere Spezialisierung auf Fächer mit konkretem Berufsbild.

Die Botschaft aller Referenten bei der Auftaktveranstaltung fasste Hildebrandt zusammen: „Kümmert Euch! Informiert Euch frühzeitig mit Euren Freunden und Eltern!“

Quelle: Stephan Onnen (NWZ-Redakteur): http://www.nwzonline.de/oldenburg/bildung/mit-herzblut-karriere-machen_a_6,0,4070830322.html