Um das Thema Diversity & Chancengleichheit an der IBS Oldenburg sicherzustellen, hat der Vorstand die folgenden zehn Grundsätze verabschiedet:

1. Benachteiligungs- und Belästigungsverbot   
An der IBS Oldenburg darf niemand aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethni-schen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität unmittelbar oder mittelbar benachteiligt oder belästigt werden.

2. Charta der Vielfalt    
Diversity wird als eine Bereicherung des Studienalltags empfunden und ist auf allen Ebenen erwünscht. Als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“ pflegt die IBS Oldenburg eine Organi-sationskultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Die IBS Oldenburg schafft die Voraussetzungen dafür, dass alle Angehörigen der IBS Oldenburg diese Werte erkennen, teilen und leben können. Die Umsetzung der Charta im Rahmen des internen und externen Dialogs ist der IBS Oldenburg ein besonderes Anliegen.

3. Angebote für körperlich und geistig Benachteiligte     
Körperlich und geistig Benachteiligte werden im Rahmen eines Mentorenprogramms geför-dert. Absolventinnen und Absolventen sowie Studierende höherer Semester werden bei Be-darf durch die Akademieleitung darum gebeten, sich als Mentorinnen und Mentoren zur Ver-fügung zu stellen. Sie sind die Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner der Studierenden (Mentees) und begleiten diese durch das Studium. Mentorinnen und Mentoren sollen insbe-sondere bei der individuellen Studien- und Ausbildungsplanung behilflich sein und die Benach-teiligten in der Entscheidungsfindung und -umsetzung aktiv unterstützen.

4. Angebote für Schwangere, Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kind (Erziehende)   
Die gesetzlichen Regelungen zur Elternzeit und Mutterschutzfristen müssen in den Ordnun-gen der IBS Oldenburg berücksichtigt werden. Zudem hat die IBS Oldenburg über Kooperati-onsabkommen sicherzustellen, dass Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kin-derbetreuungsangebote in räumlicher Nähe zur IBS Oldenburg (vorbehaltlich der Verfügbar-keit) in Anspruch nehmen können.

5. Angebote für Studierende mit Migrationshintergrund und Studierende aus bildungsfernen Gesellschaftsschichten   
Studierende mit Migrationshintergrund und Studierende aus bildungsfernen Gesellschafts-schichten erhalten bei Bedarf zusätzliche Angebote zum wissenschaftlichen Arbeiten sowie eine individuelle überfachliche Betreuung durch die zuständige Akademieleiterin bzw. den zu-ständigen Akademieleiter. Auch sie erhalten die Möglichkeit, an dem Mentorenprogramm der IBS Oldenburg teilzunehmen.

6. Angebote für Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit pflegebedürfti-gen Familienangehörigen
Studierende und Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Familienangehörigen sollen für sich eine reduzierte Anwesenheitspflicht in Anspruch nehmen können. Die Reduzierung der Anwesen-heitspflicht bei Studierenden (während der Akademiephase) erfolgt in enger Abstimmung in dem jeweiligen Partnerunternehmen.

7. Soziale Förderung   
Die Verbesserung der sozialen Chancengleichheit soll gefördert werden. Im Rahmen der im ersten Semester geführten Feedbackgespräche soll auf die individuelle Situation der Studie-renden eingegangen werden. Hierbei sollen den Studierenden entsprechend ihrer individuellen Bedarfslage neben finanziellen Fördermöglichkeiten auch Wege der fachlichen und überfach-lichen sowie sozialen und psychologischen Beratung aufgezeigt werden. Ziel ist es, eventuelle Krisen während des Studiums frühzeitig zu entdecken und den Lösungsweg konstruktiv zu begleiten.

8. Sicherstellung der Geschlechtergerechtigkeit
Im Rahmen des QM-Systems ist sicherzustellen, dass die bzw. der Beauftragte für Diversity und Gleichstellung in alle genderrelevanten Fragestellungen einbezogen wird. Unterrepräsen-tierte Gruppen sollen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden.

9. Nachteilsausgleich
In den Ordnungsmitteln der IBS Oldenburg sind geeignete Regelungen hinsichtlich des Nach-teilsausgleichs für Studierende vorzusehen. Die bzw. der Beauftragte für den Nachteilsaus-gleich ist die zentrale Ansprechperson, um die diesbezüglichen Interessen der Studierenden aufzunehmen und zu berücksichtigen. Für die Dozentinnen und Dozenten stellt die IBS Oldenburg das folgende Dokument bereit: „Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen - Informationen und didaktische Hinweise für Lehrende“.

10. Öffentlichkeit
Diese zehn Grundregeln der Zusammenarbeit müssen für die Stakeholder der IBS Oldenburg öffentlich zugänglich sein. Gleiches gilt für die Kontaktdaten der bzw. des Beauftragten für Diversity und Gleichstellung sowie der bzw. des Beauftragten für Nachteilsausgleich. Die Be-auftragten berichten dem Vorstand des Vereins fortlaufend in anonymisierter Form über die Einhaltung dieser Richtlinie.

Die IBS Oldenburg ist Gründer und Administrator der XING-Regionalgruppe „Diversity-Netzwerk Oldenburg: Management von Vielfalt“.
Weiter Informationen zur Charta der Vielfalt erhalten Sie hier: www.charta-der-vielfalt.de